Interview mit Michael Mary

Michael Mary lebt teilweise auf den Kapverden. Neben einer Pension, die ausschließlich über ihn selbst zu buchen ist, hat er ein Herz für die Kapverdianer. Was genau, erzählt er uns in einem Interview.

Erzähle uns doch, wer Du bist. Wie ist Dein Name, woher kommst Du und was für einen Beruf hast Du gelernt?

Ich bin Michael Mary, von Beruf Buchautor und Berater, ich berate Einzelne und vor allem Paare in schwierigen Lebenslagen.

Wann hattest Du das erste Mal die Kapverden besucht und was für ein Gefühl hattest Du vor, während und nach dem Aufenthalt?

Ich habe lange halbjährlich auf den Kanaren gelebt, bis es mir dort zu voll wurde. 2003 war ich dann das erste Mal auf den Kapverden, auf der Suche nach einem neuen Halbjahres-Domizil.

Lebst Du auf den Kapverden?

2004 bin ich mit dem Boot nach Carrical auf Sao Nicolau gefahren und war von der Bucht, der abgeschiedenen Lage, der Freundlichkeit der Einwohner und dem noch ziemlich intakten Meer begeistert. Inzwischen bin ich Resident, das heißt, ich habe eine Daueraufenthaltsgenehmigung und lebe je halbjährlich in Carrical und Hamburg.

Was verbindet Dich mit den Kapverden? Dieses kann etwas berufliches, familiäres oder anderes sein.

Ich mag das einfache, unmittelbare Leben hier, und natürlich das Klima und das Meer und die offenen, freundlichen Menschen.

Was machst Du aktuell?

Gerade habe ich mit Freunden ein Crowdfunding-Projekt verwirktlicht. Wir haben ein Restaurant in Carrical finanziert, das später einer einheimischen Familie gehören wird. Dort bin ich jetzt Koordinator und sorge dafür, dass alles gut läuft.

Welche Tipps hast Du für Urlauber? Restaurants? Hotels? Interessante Orte?

Auf den Kapverden muss man als Urlauber wissen, was man will. Wandern? Auf dem Meer sein? Relaxen? Danach sucht man sich die Inseln aus. Sao Nicolau eigenet sich für alles, dort gibt es Berge, tolle Wanderwege, die nicht zu lang sind, man kann mit Fischern rausfahren oder an einem kleinen Sandstrand liegen, etc. Viele Urlauber nehmen sich in kurzer Zeit zuviel vor, wollen beispielsweise 3 oder 4 Inseln in 14 Tagen kennenlernen, das kann aber leicht in Stress ausarten.

Wer hier leben will, der muss sich Zeit lassen, den richtigen Ort zu finden. Und er sollte finanziell unabhängig sein.

Welche Gaumenfreude sollte man sich nicht entgehen lassen?

Fisch ist natürlich ein Klassiker hier, aber insgesamt ist die Küche noch recht bescheiden. Unser Restaurant BERAMAR in Carrical setzt da Maßstäbe. Beispielsweise mit Carpachio vom Tintenfisch oder mit Zackenbarsch in einer Vanille-Knoblauch-Butter. Das gibt es sonst nirgends.

Wo informierst Du Dich zu den Kapverden? Hast Du einige Tipps für uns?

Sich im Internet zu informieren oder bei Leuten, die schon mal da waren, ist Teil des Urlaubsprozesses. Man muss sich durchfragen. Man kann sich aber auch eine Reise zusammenstellen lassen, etwa von alsatour.de.

Worauf sollten Individualurlauber achten?

Ganz praktisch: Man braucht eine
Auslandsreise-Krankenversicherung für alle Fälle*, weil die deutschen Krankenkassen keine Verträge mit den Kapverden haben. Man braucht natürlich Sonnenhut und Creme, und eine LED-Taschenlampe.* Telefon und Internet am besten mit einer einheimischen Karte von CV-Telekom.

Wie kommt man mit der Sprache klar?

Es gibt einen guten kleinen Sprachführer aus der Kauderwelsch-Reihe*.

Gibt es Kanäle, auf denen wir Dir folgen können?

Ich habe einen kleinen Kanal mit Videos aus den Kapverden und einen beruflichen. Wer sich für Carrical interessiert, der kann Infos und Unterkünfte unter www.saonicolau.de finden.

Vielen Dank, Michael, für dieses informative Interview. Deinen Blog habe ich gespeichert und freue mich, die Entwicklung des Restaurants BERAMAR zu beobachten.

Hast Du eine besondere Bindung an die Kapverden und möchtest Du hier auch ein Interview geben? Dann schreibe uns eine Mail: info@mama-huhu.de

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