Morna – Die kapverdische Seele ist UNESCO Kulturerbe

Egal, wo man sitzt oder entlang läuft, auf den Kap Verden hört man oft und fast überall Morna. Dieser Musikstil ist eine Mischung aus Traurigkeit, Sehnsucht und Träume. Meistens wird eine Einzelsängerin oder Einzelsänger von mindestens einer Gitarre, Ukuele und einer Geige begleitet. Manchmal kommen auch Blasinstrumente oder ein Klavier dazu.

Ruhige Stimmen, schöne Melodien

Als ich das erste Mal Morna hörte, dachte ich nicht an einen besonderen Musikstil. Es hörte sich für mich einfach gut an und die ruhigen, schönen Stimmen und Klänge beim Abendessen sind wie geschaffen für einen ruhigen Abend.

Jetzt wurde diese Musikrichtung, die Ihre Anfänge in den 1870gern hat, in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Neben Morna wurden auch neun weitere Kulturgüter aus anderen Ländern aufgenommen.

Cesária Évora

Die wohl berühmteste Vertreterin von Morna war die Sängerin Cesária Évora aus Mindelo auf der Insel São Vicente. Sie galt als Königin des Morna und hat mit zahlreichen Liedern und Balladen maßgeblich die Verbreitung des Morna beeinflusst. Weitere  Interpreten sind Lius Rendall, Luis Morais und Bau.

Fakten bitte!

Cesária Évora ist in unseren Breitengraden kaum bekannt. Sie bekam erst im Alter von 47 Jahren einen Plattenvertrag. Dennoch hatte Sie einen Grammy 2004 gewonnen. Weiterhin hatte Peter Maffay mit ihr das Lied „Sodade“ für das Album „Begegnungen 2 – Eine Allianz für Kinder*“ ein rocklastige Version aufgenommen und im Duett gesungen. Auch andere Künstler aus verschiedenen Ländern der Welt nahmen mit ihr Lieder auf.

Google widmete ihr ein Doodle und schließlich erreichte sie in der schweizer Hitparade sogar Top 100 Platzierungen.

Ein Best-Of-Album* vereinigt alle berühmten Lieder aus fast einem dutzend Alben.

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